Berichte von 05/2016

Tag 27 - letzte Etappe!

Montag, 16.05.2016

Ihr Lieben alle!

 

Nun schreibe ich Euch also von daheim!

Aber auch heute erst einmal von Beginn an. Nach einem gemütlichen Frühstück in Heidelberg mit dem Ur- Ur- Neffen von Franz Xaver und Hermann Winterhalter ging es wieder ans Erzählen, und das dann doch immer nur bruchstückhaft, es ist so viel, was ich erlebt habe, dass mir wahrscheinlich noch lange das Eine, dann das Andere einfällt, und ich denke, ahja,  das hab ich ja noch gar nicht erzählt.

Dann noch ein leckeres Mittagessen, und dann wieder ein Abschied, Abschiede gab es auch so viele, Du meine Güte!

Gestern stellte ich mein Auto erstmal flux an die Strasse , ordentlich parken für die Nacht kann ich ja dann später noch. Doch dann wollte die Ente nicht mehr! Erst nach langem und guten Zureden sprang sie wieder an! Jetzt mach aber nicht zum Schluss noch Mucken!  

Heute Mittag dann ging es besser, zwar auch nicht beim ersten Versuch. Ach, sie hatte wahrscheinlich einfach genug, sie wollte nicht mehr. Aber gut Zureden half . Oje, tanken muss ich auch noch, was drin ist, reicht im "Lebdag" nicht bis heim, nochmal stoppen, nochmal starten, na hoffentlich muss der Adac nicht doch noch ran! Aber nein, sie hat zwar länger gebraucht, aber auch von der Tankstelle kam ich wieder weg. Und jetzt also flieg, Entlein, flieg! 

Die Fahrt war windig, es regnete, aber wir flogen nur so dahin! Am Abzweig Saig/Falkau kurze Überlegung wo lang, Bärental und aussen rum oder Falkau. Natürlich nochmal Altglashütten, ein bisschen nochmal spüren, wie die Strassen so waren in den letzten vier Wochen . Und heute kann ich den Feldbergern sagen: " gar nicht so schlimm, selli Schtroos duets no lang!"

Jetzt bin ich also wieder am heimischen Schreibtisch, schreibe wie jeden Abend Blog , aber heute ist es der letzte Eintrag. Und das macht mich fast ein wenig traurig. Manche Abende war es mühsam, aber es war auch schön zu sehen, dass so viele Menschen meine Nachrichten verfolgen.

Und jetzt möchte ich mich bei allen bedanken, die mich in diesem blog begleitet haben, für die Nachrichten und guten Wünsche . So war ich doch immer mit der Heimat verbunden! Einen herzlichen Dank geht nun an die, die diese Reise in irgend einer Form unterstützt haben und so zu einem guten Gelingen und grossen Erfolg der Reise beigetragen haben.  

A.Babin, Kurator Eremitage, St. Petersburg

Nathalia Bagrova, St. Petersburg

Sebastian Barthmes,  BZ- Redakteur, St. Blasien

Gabi und Roland Dietz,  Cafe und Hotel Lärchenhof, Menzenschwand

Emmi und Klaus Faller, Glashofsäge, St.  Blasien

Corinna Giese, Generalkonsulat, St . Petersburg 

Thomas Hauser, BZ- Chefredakteur, Freiburg

Monika und Manfred Leber, Kfz- Werkstatt, Menzenschwand 

Pietro Merlo, Konsul, Generalkonsulat, St.  Petersburg 

Sparkasse St .Blasien

Verwaltung Stadt St . Blasien 

Eugene Barilo von Reisberg, Melbourne, Australien

Ganz besonders danken möchte ich meiner Tochter Theresia, die mir alle Unterkünfte dann gebucht hat, wenn ich abschätzen konnte, wann ich wo sein werde. So musste ich mich nicht darum kümmern, bekam am betreffenden Tag eine sms mit der Adresse von ihr und Karl, Schtani, Pjotr oder Matti  führte mich hin. Das war eine enorme wunderbare Erleichterung, vielen herzlichen Dank dafür !

Und einer erhält heute Abend von mir die Ehrendoktorwürde verliehen: PD Dr. h.c.ent. Rainer Kindle, Freiburg! Er ist unser Entendoktor, er hat meine Ente in die Lage versetzt, eine solche Reise wagen zu können! Großes Lob und höchste Anerkennung und Auszeichnung dieser Leistung ! (und ich verspreche, nie wieder mit den Augen zu rollen und zu stöhnen, wenn er mir die Rechnung reicht!)

Ich habe nicht mal ein Birnchen wechseln müssen!!!

Ihr alle miteinander habt diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis für mich werden lassen!!!!!!!!!

So, ja, nun also wieder daheim, aber angekommen bin ich noch nicht. St.Petersburg habe ich ins Herz geschlossen,  und werde es immer drin behalten. Und ich hab es immer gewusst, dass diese Russische Seele in mir schlummert. Vor 24 Jahren habe ich, damals noch in der Menzenschwander Strasse in St. Blasien statt einer Russland Reise (mangels Kohle!) ein russisches Fest veranstaltet.

Es wird mich also wieder hinziehen. Geht gar nicht anders!

Vieles ist auf dieser Reise in die Wege geleitet worden, vieles, was Winterhalter helfen wird, seine damalige Popularität und Bekanntheit auch heute wiederzuerlangen!

Ich danke Euch allen, und wenn es auch , wie gesagt , an manchen Abenden etwas mühsam war, noch hin zu sitzen und zu schreiben, so bin ich sicher, dass es mir ab Morgen fehlen wird!

Viele von Euch werde ich sicher bald treffen. Ich freue mich schon drauf!

ich bin grad schnell raus, um das Foto zu machen, habs vergessen, als ich ankam. Es ist zu dunkel, aber sie steht wirklich wieder im "hinteren Zinken" in Menzenschwand!

 

Tag 26 - jetzt aber Heidelberg

Sonntag, 15.05.2016

Nun also durchgefahren bis Heidelberg,  das Wetter war naja,  viel Regen , noch mehr Wind, aber auch viel Rückenwind ,  Und so ist meine Ente von Travemünde nach Heidelberg praktisch geflogen!

Vorbei an leuchtend blühenden Rapsfeldern ging es immer mehr der Heimat entgegen.

Jetzt also noch bis morgen Nachmittag Heidelberg, und wer, glaubt Ihr, wird ab morgen Abend sagen , wo es lang geht? Karl, Schtani, Pjotr ? Nein, Ernst! Ernst des Lebens wird die Führung wieder übernehmen! 

Fotos während der Fahrt gibt es nicht so viele, schöne Eindrücke schon!  Einfach zu gefährlich!

Schon echt bei Tempo 115 ganz schön riskant ! Aber seht Ihr links vom Bus das Rapsfeld? Und daneben noch ein weiterer Eindruck vom Flug!

Und jetzt noch: Heidelberg : 

Prost auf eine glückliche Heimkehr , und wenn ich es bis zum Ehrenmitglied geschafft hab, dann werd ich die letzten ca. 250 km doch auch noch schaffen! ! 

Bis morgen Abend also, zum letzten Eintrag in diesem blog!

 

Tag 26 - Travemünde

Sonntag, 15.05.2016

So, nun also wieder zurück in Deutschland, also schon fast daheim!

Gestern ging es mir auf dem Schiff noch richtig schlecht, gut, k....n musste ich nicht, aber ich war nicht weit weg davon; ausser O- Saft und Croissant, Kaffee und Banane hab ich nichts zu mir genommen, es muss also am zwar nicht ausgeprägten aber permanenten leichten Schaukeln gelegen haben.

Sei's drum! Jetzt bin ich gut ausgeschlafen, hab gut gefrühstückt und mache mich bald auf Richtung Süden. Ein- zwei Stops werde ich aber noch einlegen. Von hier bis Menzenschwand durchfahren ist erstens zu viel und zweitens werde ich unserem Ehrenmitglied taufrisch von der Reise berichten wollen!

Vier Wochen wunderbares Wetter hatte ich, bei sonnenschein sind wir in Helsinki abgefahren, bei Sturm und Regen in Travemünde angekommen. Schöne Fotos konnte ich dennoch machen. Und heute morgen ist es trocken, etwas Sonne und ein paar Wolken.

Jetzt hoffe ich, dass ich den Rest der Reise auch noch gut schaffe.

 

Blick aus meiner Kabine . Daneben 2 Stunden vor Ankunft.

Ein Viermaster, Passat , liegt in Travemünde im Hafen, dauerhaft. Scheint auch ein netter Urlaubsort zu sein.

 

Ein Hotel wie ein Schiff gebaut. Und daneben: das Schiff fuhr wieder nach Helsinki, gottlob ohne mich!

Im Hotel hat meine Tochter mir mit einem Freiburger Tröpfchen, Marmelade aus der Heimat und deftigen Landjägern eine sehr schöne Überraschung bereitet. Sie ist auf dem Weg in den Urlaub an die Nordsee hier vorbei gefahren, und hat es deponiert, so lieb!

Also dann, bis hoffentlich bald! Jetzt brauche ich auch keinen Schtani, Pjotr oder weiß wen mehr. Jetzt finden meine Ente und ich alleine heim!

Also doch!

Samstag, 14.05.2016

Bis vor 2 Stunden ging's mir echt gut, jetzt aber ist mir so schlecht und "drümmlig", hoffentlich schaff ich den Rest jetzt noch ohne!

Mann, ich bin nicht fürs Schiff gemacht, jetzt schaukelt es aber auch mehr. Bin heilfroh, wenn ich wieder festen Boden unter den Füßen hab.

 

Tag 24 und 25 - auf dem Schiff!

Samstag, 14.05.2016

Und deshalb gaaaaaanz schlechte Verbindung und keine Einträge. Tut mir wirklich leid. 

Jetzt geht's grad, deshalb versuche ich, solange es geht, so viel wie möglich zu schreiben und Fotos einzufügen.

Gestern die Abfahrt bei herrlichem Wetter ! Bis die Sonne unterging. Heute Morgen erst dicker Nebel,  jetzt aber wieder Sonnenschein.  Ganz ruhige See , kein Schaukeln, sehr gemütlich. 

Nun aber schnell noch ein paar Fotos !

Auf dem Warteplatz vor dem check- in, 

Auf dem Deck gestern Abend .daneben der Speisesaal ,

Roter und schwarzer Kaviar und Muscheln , Rentierfleisch, ich hab alles probiert! Das nächste Foto heute morgen, jetzt aber blauer Himmel und Sonne , so so schön. 

Wir gleiten wahrhaftig dahin, wunderschön! Kein Ruckeln, kein Wackeln, wenn es so bleibt, brauch ich meine K...tüte nicht!

 

SWR hat mich auf's "Rote Sofa" gebeten !

Donnerstag, 12.05.2016

Am 27.5. , vorausgesetzt ich schaff den Rest der Reise auch noch, bin ich in Stuttgart beim SWR auf dem sog. Roten Sofa!  Live! Von 19.20 Uhr bis kurz vor dä halber. Mit Annette Krause ! 

Jesses Mareie, sell au no, aber alles wa hilft, unseren Winterhalter widder bekannt z'mache, isch mir meh wie Recht! No fahr i au uf Schtuegert.

Fast weiße Nächte

Donnerstag, 12.05.2016

Also, grad war ich draussen, es ist halt immer noch richtig hell!

Die Lampen brennen zwar, aber völlig unnötig. Frau Bagrova sagte mir auch, dass in Petersburg die gesamte Strassenbeleuchtung die nächsten drei Monate etwa abgeschaltet bleibt. 

Da braucht es halt die Sommerzeit wirklich nicht, die Russen, und die Finnen übrigens auch, machen ja nicht mit. Aber wir, wir brauchen sie, am liebsten hätte ich das ganze Jahr Sommerzeit!

Solche "selfies" sind doch sch.....! Aber Ihr seht, noch taghell, um fast halb elf!

Nochmal am Wasser

Donnerstag, 12.05.2016

Und nochmal ging ich ans Wasser, den Abend in der Sonne geniessen. Dort traf ich auf eine junge Familie, die hier direkt hinter dem Hotel wohnt, 65 qm, 1350 Euro , er ist Koch, verdient 2000 Euro, sie ist in Mutterschutz , 600 EUR,  geht grad so, sagen sie. 

Sie haben einen deutschen "Spitz" mit dem Namen Bär!

 

Die Familie, daneben hier in Finnland übliche Aschenbecher, überall in der Stadt. 

 

Und heute Abend hat die Ente finnische Gesellschaft bekommen.

Später werde ich nochmal rausgehen, um zu fotografieren, wie hell es noch ist. Die weißen Nächte kommen bereits. Gestern um halb elf, also 22.30 Uhr war es wie bei uns gegen 19.00 Uhr. Schon verrückt, die Welt !

Ganz entspannt am Strand

Donnerstag, 12.05.2016

Drei Stunden , z.T. geschlafen, dann zum Kaffee wieder ins Hotel .

Wenn man grad mal keine Vase zur Hand hat, darf's auch ein Apfel oder eine Kartoffel sein!

Für morgen und übermorgen ist schlechtes Wetter angesagt, ausgerechnet, wo es auf's  Schiff geht! 

Hoffentlich schaukelt es nicht zu sehr.

Doch wie ich vermutete....

Donnerstag, 12.05.2016

...ging ich nochmal zum Flohmarkt. Und dort habe ich dann einen alten aber schönen "Hafä" gekauft!

Aber ich ging gemächlich, machte hier und da ein Päuschen in der Sonne und setzte mich in Cafes. Den Wunsch nach einem Glas Prosecco habe ich mir angesichts des Preises von knapp 14 Euro verkniffen und trank stattdessen den mit 3.90 Euro erschwinglicheren Cappuccino.

Jetzt ein kleines Mittagsschläfle und dann an den Strand, einfach nur faulenzen.

Ein auffallend schöner Rucksack! Daneben eine alte Markthalle, auf dem Platz davor war der Flohmarkt.

 

Da kriegt man allein vom Hinschauen das grosse Jucken.

Beim Haus daneben kann man schon erahnen, dass es mal ein "teures Pflaster" werden wird.

 

Das Edelkaufhaus Stockmann, kadewe auf finnisch.

Tag 23 - noch Helsinki

Donnerstag, 12.05.2016

Guten Morgen , alle miteinander!

Es scheint ein weiterer schöner Tag zu werden, kein Wölkchen am Himmel.  Aber heute werde ich mir mal eine echte Pause gönnen , keine langen Märsche , kein von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit Hechten, vielleicht mal zum Supermarkt wackeln, und dann hat es sich. Obwooohl, in Helsinki ist Flohmarkt, hier ist jeden Tag Flohmarkt, an einem bestimmten Platz . Am 28.5. Ist in ganz Helsinki Flohmarkt , da kann jeder vor seiner Haustür aufbauen, auf jedem freien Plätzchen seinen überflüssigen Kruscht verkaufen, eine schöne Vorstellung! Doch solange wollte ich dann doch nicht warten müssen!

Helsinki ist halt irgendwie keine zusammenhängende Stadt, es ist wie auseinander gerissen,  Es gibt eine "Altstadt", die ich mir gestern angesehen hab, und viele Schären drum herum, auf die man dann wieder nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eben dem Schiff kommt. 

Es gäbe da das historische Suomenlinna, eine Seefestung, die sich über mehrere Inseln erstreckt . Das möchte ich mir aber nicht anschauen. Da bin ich Banause, ja, ich geb's ja zu!

Also ich schätze jetzt mal, dass ich heute nicht viel fotografieren werde. Schauen wir mal, ich möchte es jedenfalls heute gaaaaanz ruhig angehen. Morgen geht es dann ja auf das Schiff . Ich bin sehr gespannt, ob ich die Fahrt überstehe, ohne dass mir schlecht wird.

Noch etwas Abendstimmung

Mittwoch, 11.05.2016

 

Gegen die Sonne fotografiert sieht es dramatisch aus, war aber sowohl schön!

Die Maiglöckchen blühen bald, die Buschwindröschen haben es schon geschafft.

Tag 22 - Helsinki

Mittwoch, 11.05.2016

Und wieder bin ich bei Sonnenschein und blauem Himmel aufgewacht! Bis jetzt hatte ich auf dieser Reise 2 Stunden Regen in Riga , während des Fahrens ca.3 Stunden Nieseln, und sonst nur Sonne und warm, herrlich! 

Nach einem Frühstücksbüffet, das nun wirklich keine Wünsche offen ließ  (mir reicht ja Brot, Butter und Marmelade ) machte ich mich auf, Helsinki zu erkunden, und hab viel entdeckt! Vom Hotel musste ich aber erstmal 20 Minuten zur Metro gehen, dann mit dieser Ca. 20 Minuten fahren. Aber dann ist man mittendrin.

Hier habe ich viele deutsch sprechen hören, zum ersten Mal auf dieser Reise .

            

Heute morgen der Blick in den Himmel, dann erst mal zu Otto, Geld holen, Rubel nehmen sie hier nicht mehr!

 

Der Hauptbahnhof,  daneben das Ateneum, ein Museum, das finnische Kunst beherbergt.

 Das finnische Nationaltheater , daneben die Uspenski Kathedrale.

Der Präsidentenpalast, daneben der Dom von Helsinki, auch Nikolaikirche genannt.

Ein Alexander II Denkmal, auf dem sog. Senatsplatz vor dem Dom . Daneben das Rathaus .

 

Einfach nur ein eindrucksvolles Gebäude ! Dann schon auf dem Marktplatz am Hafen. Es hat doch jedes Land seine speziellen Angebote.

Ton-, Silber und Holzwaren, auch viele Dinge aus Rentierhorn.

Auch wunderschöne Strickwaren.

   

Ich besuchte das Sinebrychoff - Museum. Es ist das Haus eines Industriellen und einer Schauspielerin um 1900 herum. Die beiden haben ihr Haus und ihre Sammlung der Stadt vermacht.

Auch ganz nett anzusehen.

  

Er schmetterte als leidenschaftlicher Tenor italienische Arien.

 

Dieses Denkmal wurde von der "dankbaren Stadt den deutschen Gefallenen im Kampf um Helsinki 1918" errichtet.

 

Sieht doch aus wie in Bläsie auf'm Freitagsmarkt!

 

Tag 21 - Abfahrt St. Petersburg, Ankunft Helsinki

Dienstag, 10.05.2016

Nach dem Frühstück holte ich auf dem dem Hotel gegenüber liegenden Parkplatz meine Ente, die sich 6 Tage von den Strapazen erholen konnte.

Nach dem Einladen war dann Pjotr wieder gefragt, und Mann oh Mann, also er kennt sich wirklich sehr gut aus! Ohne jegliches Problem ging's hinaus aus St. Petersburg. Und ich war wirklich traurig!

Auf der Schnellstraße ging es dann ca. 200 km bis zur Grenze . Kurz vorher nochmal voll getankt, ca. 35 cent der Liter !, noch Zigaretten gekauft, ca. 90 cent die Schachtel! 

Auf diesen Strassen ist man ziemlich allein unterwegs. Endlose Wälder ohne Stadt oder Dorf , alle 10 km  vielleicht mal ein Abzweig zu einem Ort . Und ich sauste also so dahin, da kam doch kurz vor der Grenze eine dreckige Wildsau die Böschung runter gerannt, hat aber im letzten Moment nochmal abgedreht! Ui, das wäre für die Wildsau und für mich nicht gut gegangen!

Der Grenzübertritt war diesmal kein Problem, die Russen ließen mich schnell weiter fahren ,vielleicht waren sie ja froh, dass ich wieder gehe :( und die Finnen haben gar nicht kontrolliert.

Und dann war die Reise mit Pjotr zu Ende, und Matti übernahm die Führung. Jeder, wo er sich am besten auskennt. Aber schon jetzt kann ich sagen, dass sich keiner so gut auskannte, wie Pjotr, der war einmalig! Matti hat mich auf der Fahrt nach Helsinki, auf mehreren Autobahnabschnitten, dazu animieren wollen, umzudrehen. Nach seinen Kenntnissen waren da immer noch Feldwege, und die galt es ja zu vermeiden!

In Helsinki selbst hatte er aber dann auch keine Schwierigkeiten, mich zum Hotel zu bringen.

So, und jetzt also Helsinki,  eine völlig andere Welt ! Im Hotelzimmer höre ich Möven und Meeresrauschen.Das Hotel hat mehrere Häuser direkt am Strand . Da war ich eben noch. Morgen werde ich dann mal in die Stadt gehen. Winterhalter gibt es hier keine, jedenfalls weiß ich von keinem. Auf dieser Reise habe ich 36 Gemälde unseres Meisters sehen können, da möchte ich schon zufrieden sein!

Und hier die ersten Eindrücke :

Die Hotelanlage 

Am Strand, der zum Hotel gehört. Manche Draufgänger baden schon, brr! 

 

Ich könnte ja von hier nochmal nach Tallinn , Zeit hätte ich, und Tallinn war ja auch wirklich sehr schön, mal schauen. 

 

Kurzer Zusatz

Montag, 09.05.2016

Da schon mehrfach nachgefragt wurde, wieviel km es bis hierher waren, kann ich nur sagen, dass es laut Tacho 3.700 waren. Legt man eine Tacho- Ungenauigkeit (Toleranz) von 10 % zugrunde, was sicherlich viel ist, zieht diese ab, bleiben noch 3.330 km. Jedenfalls für mein liebes rotes Entchen eine bereits beachtliche Leistung! Finde ich!!!

Tag 20 - 9. Mai Parade

Montag, 09.05.2016

Heute Morgen ging ich nach dem Frühstück frisch gestärkt los, um die Parade anlässlich des 9. Mai zu sehen. Da diese auf sich warten ließ , trödelte ich noch etwas, schlenderte hier und da hin. So stieß ich auf das Comedy - Theater, also das Gebäude , wo es sich befindet. Im Erdgeschoss befindet sich ein Geschäft mit ausgesuchten Zuckerwaren , Kaffee - und Teesorten u.v.m., im zweiten Stock gab es ein feines Cafe.

 

die Comedy von aussen,  und von innen!

wunderschön eingerichtet, wieder ein Augenschmaus!

türkischer Honig , in allen Variationen!

Und die Beiden singen und dirigieren während eines permanenten Klavierspiels, sind ja nicht mehr die Jüngsten, werden am Abend tot ins Bett fallen!

Rechts: an manchen Stellen der Stadt sind solche Bronzefiguren, wie hier eine Katze, könnte aber auch ein Vogel oder ein Kaninchen sein, aufgestellt, da muss man eine Münze hoch werfen; wenn Sie bei der Figur liegen bleibt, und nicht wieder zu Boden fällt, bedeutet es Glück !

Zur Parade: die Strassen wurden zusehends voller, alles war scheint's auf den Beinen. Mit Kind und Kegel hatte man sich eingefunden. Für mich hatte es auch eher den Eindruck, als sähen es die Menschen, zumindest die meisten der Zuschauer , als Volksfest. Man hatte frei, das Wetter war super, also raus mit der ganzen Familie! Aber auch schon die Kleinsten wurden entsprechend "hergerichtet"!

Papas  ganzer Stolz! Ja und dann also die Parade. Es war eine Menschenparade, 2-3 Stunden dauerte der "Umzug" bestimmt, ich bin nach einer guten Stunde gegangen. Zu Beginn ein paar Retro- Fahrzeuge, keinerlei "schweres Geschütz" , dann aber nur Veteranen und Menschen , die ihre " Kriegshelden" auf Schildern vor sich her trugen, dabei Lieder sangen und lautstark hurra! riefen.

 etwas befremdlich schon!

 Ich habe das ganze Spektakel auf mich wirken lassen. Und was ich in den vergangenen Tagen erlebt habe. Ein Taxifahrer , der mich ins Theater fuhr und ziemlich deutsch konnte, erzählte mir, dass seine Oma während der Blockade von , damals noch, Leningrad verhungert sei. Dennoch hege er keinen Groll oder gar Hass auf uns, im Gegenteil. Er liebe unsere Sprache und möchte Deutschland  bald einmal besuchen. Er war jetzt ganz gewiss kein Durchschnittsrusse.

Diese Blockade, die von Anfang September 41 bis Ende Januar 44 dauerte und zum Ziel hatte, die Bevölkerung systematisch auszuhungern, kostete damals ca. 1,1 Millionen Menschen das Leben, hauptsächlich eben durch Verhungern. Ein beispielloses Verbrechen der deutschen Wehrmacht!

Unter diesem Aspekt ist der heute immer noch gegenwärtige Stolz auf den  und der Triumph über Deutschland eher verständlich. Andererseits bräuchten die Russen diese Vergangenheit gar nicht bemühen, sie sind ein stolzes Volk und haben genug Gründe dafür auch aus heutiger Sicht.

Und wir haben ebenso viele Gründe , stolz zu sein! Seien wir stolz auf unsere Weltoffenheit und Akzeptanz der verschiedenen Kulturen, Religionen, Hautfarben, seien wir stolz auf die Wahrung der Würde des Menschen, jedes Menschen!  Das ist die Voraussetzung für ein friedfertiges Zusammenleben auf diesem Globus . Dass aus einstigen Feinden Freunde werden konnten , darauf können wir stolz sein, denn dazu braucht es wie zum Streit oder Krieg zwei Seiten , die dazu bereit sind. 

Europa fordert uns immer wieder, lässt uns auch zweifeln, und mitunter auch den Kopf schütteln. Aber wenn ich es nicht eh schon verinnerlicht hätte, dann hätte ich es spätestens auf dieser Reise erfahren oder lernen dürfen:  seien wir froh über unsere europäische Union, seien wir bereit, auch viel dafür zu tun und daran zu arbeiten,  dieses, im Großen und Ganzen vereinigte, und friedliche Europa zu haben! Darauf dürfen wir stolz sein, und nicht nur an einem Tag im Jahr!

So, das war, was mir während dieser Parade so durch den Kopf ging.

Auf allen beteiligten Seiten gibt es diese "gezeichneten" Gesichter !

 

Katharina die Große - Denkmal.

Ist es nicht ein wunderbares "Durchfahrt-verboten" Schild, mit dieser Aufhängung ?

Daneben: tja, alles hier ist riesig, hab ich mal geschrieben. Und angesichts der großen Häuser mit seinen riesigen Dächern tut's ein 8- er oder 10- er Ablaufrohr halt nicht, da muss mindestens ein 28 - er her!

So, das war es dann also aus St. Petersburg, morgen ist Abfahrt nach Helsinki. Schon etwas wehmütig fahre ich von hier weg, es war die Krönung dieser Reise , und hat alle Erwartungen übertroffen! Aber ich habe begründete Hoffnung, nicht das letzte Mal hier gewesen zu sein.

Zum Abschied gab es heute Abend dann auch nochmal einen Wodka ! (Zum obligatorischen Rotwein natürlich, nicht an Stelle!)

 Und morgen ist Pjotr wieder gefragt!!!

 

Tag 19 - St. Petersburg, zu Fuß und auf dem Boot

Sonntag, 08.05.2016

Strahlender Sonnenschein auch heute wieder. Und heute ist ja für uns alle ein besonderer Tag, die einen reden vom Tag der Kapitulation, die anderen vom Tag der Befreiung. Ich sehe es auch als Befreiung . Der Waffenstillstandsvertrag wurde zwar schon am 7. Mai unterzeichnet, sollte aber erst am 8. Mai um 23.01 Uhr in Kraft treten. Und da es in Russland 1 Stunde später ist, trat der Waffenstillstand hier am 9.Mai um 0.01 Uhr in Kraft! Also feiern die Russen erst morgen ihren Sieg über Deutschland , das aber sehr ausgelassen, schon heute fahren fahnengeschmückte Autos mit Gehupe durch die Strassen. Es geht schon sehr patriotisch zu hier, die Menschen tragen die russischen Farben überall, vor allem auch im Gesicht.

Für alle Mütter ist heute ja auch noch Muttertag , und ich habe vor genau 29 Jahren mein zweites Kind geboren. Kommt heute viel zusammen! Auch heute kann ich nur aus der Ferne das Allerbeste wünschen, beim Sohn war es aus Tallinn , bei der Tochter aus St . Petersburg!

Also heute bin ich noch einmal in die Hermitage gegangen, noch einmal einen langen wehmütigen Blick auf die Winterhalter Gemälde werfen. Ach, so viel Ausdruck, Schönheit und Leben in Winterhalters Werken , das bezaubert jeden, der davor steht! Und bei dem Besuch konnte ich in anderen Räumen auch fotografieren, dazu war beim Marathon am Freitag nicht viel Gelegenheit.

Auf meinem Programm stand dann noch der Besuch der Blutskirche , bislang habe ich sie nur von aussen bewundert. Da fällt einem vor Staunen die Kinnlade runter! Es fehlen einem die Worte ob solcher Schönheit und ob des Glanzes; nicht nur die Paläste der Zaren und Fürsten sind prunkvoll, auch die Kirchen sind es!

Zum Schluss stand noch die Bootsfahrt an, die dann nochmal eine andere Sichtweise ermöglicht. Mein Fußmarsch ging wieder kreuz und quer, und so langsam kann ich mich gut orientieren, gehe kaum einen Meter in die falsche Richtung. 

 

Nun also die heutigen Fotos :

Das sog. Marsfeld, benannt nach dem röm.Kriegsgott, war unter Zar Paul I ein Exerzierplatz oder auch Truppenübungsplatz, er konnte vom Michaelschloss direkt drauf schauen und sehen, wie "schön" seine Mannen parieren! Und dann schauen auch immer wieder die Türme der Blutskirche über die Baumwipfel.

Die beflaggt Troitskiy- Brücke. Daneben dann schon ein Foto aus der Hermitage. 

Innengärtchen der Hermitage , ganze Säle voller van Dycks und Rembrandts,

ebenso wie Caspar David Friedrichs! Dann wieder ein wunderschöner Gang 

Und hier nochmal unsere Winterhalter!!!

Prunk, wohin das Auge auch blickt! Eine edle Tafel, wird aber niemand erwartet, keine Stühle!

               

Hier nun also nochmal die sog. Blutskirche.  Zar Alexander III ließ sie an der Stelle erbauen,, an der sein Vater, Zar Alexander II am 1. Juli 1881 ermordet wurde.

 

wieder solche Momente, wo man nicht weiß , wo man zuerst hinschauen soll!

unfassbar!

vielleicht ist es ein wenig zu erkennen, alle Abbildungen sind Mosaik !

Dieser Platz in der Kirche markiert die Stelle der Ermordung von Alexander II. 

Die Peter - und Paul Festung, mit der Peter - und Paul Kathedrale, wo alle Romanows begraben sind.

Das Winterpalais vom Schiff aus.

Das russische Museum, daneben das ethnologische Museum, alles halt riesig.

Und das ist aus Hammer und Sichel geworden!

So, das wär's wieder für heute. Hier im Hotel im Restaurant läuft grad ständig TV, in St. Petersburg sind z.Zt.die Eishockey Weltmeisterschaften. Eishockey hat hier, wie in den baltischen Staaten auch, den Stellenwert wie Fussball bei uns, da ist ein Gegröle, dass es nimmer feierlich ist!

"Heimatobed"

Samstag, 07.05.2016

Ja, das war super! 

Natürlich singt man diese Lieder heute wahrscheinlich hier auch nur noch selten, tanzt die Tänze so gut wie nie, und in dieser traditionellen Kleidung läuft hier auch schon ewig keiner mehr rum! 

Aber es ist eben auch das Brauchtum bewahren, es wurden allerhand wirklich akrobatischer Kunststücke aufgeführt, im Rahmen der Tänze, Kasatschok in Perfektion u.a. , wunderschöne Kleidung aus allen Regionen des Landes. Es war eine Augenweide , wahrhaftig! 

So gesehen müssen wir unser Brauchtum auch pflegen, auch wenn bei uns genauso keiner mehr in Tracht und Harzerkappe auf den Markt geht! Es sind einfach Kulturgüter , die es zu erhalten gilt! 

Wer weiß , irgendwann kriegt die Harzerkappe noch die Anerkennung zum UNESCO  Weltkulturerbe !

Es hat vielleicht bisher einfach noch keiner beantragt.! 

Obwohl ich ja trotzdem finde, dass diese unsägliche Harzerkappe jedes noch so schöne Gesicht verunstaltet. Aber was mal unsere Tradition war, in Gottes Namen, das gehört bewahrt, jawohl!!jetzt also zurück zum Heimatabend auf russisch.

Ich war hell begeistert, und mitgerissen. Bevor es los ging und auch in den Pausen konnte man trinken und essen, was und wie viel man wollte. 

Es gab kleine runde belegte Minibrötchen, und ich hab welche mit rotem Kaviar probiert. Haja, ein Speckbrot schmeckt anders, aber mindestens genau so gut.

Jetzt also die Fotos, die ich bei der Gelegenheit gemacht habe:

Das ist der Nikolayevsky Palast, wo sich das Theater befindet, re der Treppenaufgang

Alles Treppenaufgang .

Die angebotenen Souvenirs, so farbenfroh!

                           

Auf den Cremesternen der rote Kaviar!  Und diese Tafel wollte ich Euch dann auch nicht vorenthalten. Wahrscheinlich war das Theater einmal einem anderen gewidmet, oder er hat es mal besucht. Ich kann's  Euch nicht sagen.

 

Und wie es sich für einen guten Touristen gehört, bringt er auch Souvenirs mit. Ich habe mir eine Spieluhr gekauft, mit einer Melodie von Tschaikowsky, Schwanensee, was sonst!

So, und damit ist für heute Schluss , morgen möchte ich mit einem Boot auf der Newa fahren, und nochmal zu Winterchens Meisterwerken in die Hermitage. Das Wetter soll auch wieder gut sein, wie heute, hat mir der Taxifahrer gesagt, der mich vom Theater zum Hotel fuhr. Ach ja, und das muss ich jetzt halt auch noch sagen: das Taxi zum Theater , vom Hotel bestellt, hat 400 Rubel gekostet, ca. 5.20 Euro. 

Nach Ende der Aufführung strömten alle aus dem Theater und riefen nach Taxi. Mein Taxifahrer hat gesagt " 700, okay?"

Ich bin eingestiegen und hab ihm gesagt, dass es viel mehr sei als auf der Hinfahrt aber dass er eigentlich Recht hat. Wer hier ins Theater gehen kann, der kann auch 700 zahlen, worauf sich ein sehr nettes Gespräch entwickelt hat. Erstens sind die Taxifahrer, u.a. auch mangels Möglichkeiten, sehr schweigsam, zweitens hat mir Frau Bagrova gesagt, dass viele, die irgendwann womöglich ihre Arbeit verloren haben, aber ein Auto haben, als Taxi ihren Lebensunterhalt verdienen.  Und ehrlich, ich würds dann genauso machen, den Touris tut's nicht weh, und sie köñnen ihre Familien ernähren. 

Es handelt sich dabei um solche Fahrzeuge, die kein Taxi Schild auf dem Dach haben, aber trotzdem da stehen, wo was los ist und Warnblinkanlage an haben.

So jetzt also wirklich Schluss für heute.

Tag 18 - St .Petersburg

Samstag, 07.05.2016

 

Heute Morgen habe ich also ja erst mal den Bericht von gestern geschrieben. Um elf Uhr ging ich los, und bin bis um 16 Uhr kreuz und quer durch die Stadt gegangen, und alle angesteuerten Ziele habe ich auch gefunden, und ins Hotel zurück auch. Es haben mich sogar Russen auf russisch angebabbelt, die mich nach dem Weg zum Youssoupov Palast fragten. Und weil ich da grad her kam, konnte ich es ihnen erklären! 

Es ist wieder sehr sonnig und warm, und die Stadt ist voller Touristen . Und heute scheint auch hier ein beliebter Hochzeitstermin zu sein, jede Menge Brautpaare, an jeder Kirche.

Heute Abend gehe ich ja also in dieses Folklore Theater.  Bin schon sehr gespannt.

 

 

Na, da sieht meine Ente aber besser aus!       Selbst die Verkehrsschilder sind schön aufgehängt.

Die Dvortsevyy Brücke von weitem und von näher, wegen des 9.Mai  beflaggt, da marschieren sie hier auf, Paraden, die ich mir in jedem Fall anschauen werde.

Der Wind weht immer an der News!         Das Michaelschloss, für Paul I gebaut,

                                                                        Der Sohn von Maria Theresia 

Nochmal., für Paul I gebaut.                             Ein teures Kaufhaus!

Nicht die Notdurft verrichten, sondern das Ticket für die Bootsfahrt kann man hier bezahlen!

Das Hauptpostamt.                                             Das Rathaus und Stadtparlament.

Die Isaakskathedrale.                                        Admiralstabsgebäude.

Ebenfalls Admiralstabsgebäude .                     Youssoupov Palast.

Die Innenräume des Youssoupov Palastes, wunderschöne Decken und Böden und natürlich auch Möbel. Du meine Güte. Da ist er wieder, der Glanz von Winterhalters Zeiten , je nach dem, wer man war! 

EIne Youssoupov, die Tatiana Alexandrovna hat Winterchen ja auch gemalt.

Ein eigenes kleines Theater hatte man auch, ach ja, man gönnt sich ja sonst nix!

 

So, und das wär's dann für heute. Ich muss mich richten, gleich geht's zum "Heimatabend "!

Tag 17 - St.Petersburg

Freitag, 06.05.2016

Grad kam ich von einem unglaublich ereignisreichen Kulturmarathon zurück. Und jetzt schnell frisch machen, um 20 Uhr besuche ich einen Ballettabend im Hermitage Theater, Schwanensee! Ich konnte noch eine Karte ergattern! 

Wenn ich dann noch kann, schreibe ich den heutigen Bericht noch, falls nicht, dann morgen nach dem Frühstück.  Versprochen!  Ich hab Euch alle lieb!♡!

BIS HIERHER HATTE ICH GESTERN ABEND GESCHRIEBEN, VOR SCHWANENSEE! 

Nach Schwanensee schrieb ich weiter, hab's aber leider nicht geschafft, es ist eine ziemliche Macherei, bis alle Fotos vor allem im Blog sind. Und dann konnte ich nicht mehr, hab das bereits Geschriebene gespeichert, und so waren dann auch die Sätze vor Schwanensee nicht mehr zu sehen, tut mir leid!

Also, wo anfangen, das ist heute wahnsinnig schwierig!

Wie schon gestern erwähnt, wurde ich um 10 Uhr von Frau Bagrova im Hotel abgeholt. Ich kannte sie ja nur per Mail. Den Kontakt hat mir eine russische Freundin aus Schwäbisch Gmünd hergestellt. Und das war natürlich auch schon in der Vorbereitung ein sehr guter Kontakt . Nun hatten wir also 2 Stunden, um zur Eremitage, oder wie die Russen sagen, Hermitage zu kommen. Ja, es ist schon ein schönes Stück zu Fuß bis dahin, aber sie hat mir halt auch soviel wie möglich zeigen wollen. Und zu allem hatte sie noch reichlich Informationen. Sie spricht perfekt deutsch, ja gut, mit dem rrrollenden R eben, aber sie hat früher auch Stadtführungen gemacht und auch Führungen in der Eremitage. Sie kennt sich also wirklich "saumässig" gut aus! Ich hab natürlich ständig fotografieren müssen, man kommt aus dem Staunen ja gar nicht mehr raus!  Kirchen, so so viele und so schöne, und jede so besonders, wunderbare Gebäude , beeindruckende alte, aber 4 und 5 Sterne Hotels , alles ist hier riesig,  und es hat viel von allem, Paläste, Denkmäler, Parks , wirklich unfassbar! Auch viele Menschen und viel Verkehr, und wo ich mir das als Fußgänger so angeschaut hab, bin ich echt so froh, dass ich unbeschadet durch diese Stadt zum Hotel kam! Ich muss nur ja auch wieder hinaus! Aber ich hab ja Pjotr , wird schon gut gehen!

Ja,also, was soll ich sagen, es war praktisch schon genug für den Tag, als wir um 12 durch den Direktoreneingang in die Eremitage gingen. Dort wartete bereits die "Delegation" aus dem Generalkonsulat, und der Kurator, der uns etwas mehr als 5 Stunden erst zu den Winterhalter Gemälden führte, und dann noch durch ein Großteil der übrigen Museumsräume, aber um alles zu sehen, bräuchte ich wohl noch einige solcher Tage !

Zuerst gingen wir in das Depot, wo 7 der Bilder halt so an den Lagerwänden hängen,  gut aufbewahrt, aber halt im Lager, "Sünd un Schad"! So wunderbare Porträts und auch das "dolce far niente", das in einer anderen Version in Freiburg war.

Anschliessend ging es in die Restaurierungswerkstatt, wo ein Winterhalter gerade eine Verstärkung unter den Rahmen erhält. Das Gemälde ist in einem Top Zustand !

Und schliesslich kamen wir zu den 8 Gemälden Winterhalters, die sich in der Ausstellung befinden, alle in einem Raum,  ein Glanz sondergleichen!

Während des gesamten Rundganges hatte ich viel Gelegenheit, die Damen und Herren über unsere Arbeit zu informieren, über Winterhalters Leben, Anekdoten und aus den Briefen der beiden Malerbrüder an die Eltern konnte ich erzählen. Und man war rund herum erstaunt und begeistert! Auch von der erfolgreichen Freiburger Ausstellung habe ich berichtet. Und so viel kann ich schon sagen: dieser Besuch hier wird ganz sicher Auswirkungen haben. 

Jedenfalls haben wir uns alle in der ziemlichen Gewissheit, uns wiederzusehen, herzlich verabschiedet!

Jetzt aber zu den Fotos:

 

Frau Bagrova vor der sog. Blutskirche, oder auch Erlöserkirche, so so beeindruckend!

 

Nochmal Blutskirche, ich bin mir nicht mehr sicher, daneben könnte die Verklärungskirche sein.

Das Singer Haus. Das war die russ. Vertretung der Nähmaschinenfabrik, mit Eingang zum Cafe.

Heute ist es das Haus des Buches.

 

Der Schlossplatz mit dem Generalstabsgebäude, daneben das für Elisabeth I erbaute Winterpalais.

Schon mitten in den Eremitage Gebäuden. Und da gings also zu Winterhalter:

Von links: Herr Konsul Pietro Merlo, ich, Herr Kurator Dr.Babin, Frau Bagrova.

 

 

 Sophie Petrovna Naryshkina, geb. Ushakova, Paris 1858, sie bekommt die Verstärkung des Rahmens.

Der Herr rechts oben Fürst Peter Grigorievitch Shouvalov, Paris 1850, daneben das "dolce far niente", hier bezeichnen sie es als" neapolitan siesta ", hab ich auch schon so in anderer Literatur gelesen, Paris 1837.

 Alexandra Feodorovna, Zarin von Russland, geb. Prinzessin von Preussen, Wildbad 1856, daneben Fürstin und Fürst Bobrinsky.

Fürstin Sofia Andreievna Bobrinskaia, geb. Fürstin  Shouvalova, Paris 1857

Fürst Alexei Alexeievitch Bobrinsky,  Paris 1844

 

Porträt einer bislang unbekannten Dame, man vermutet aber, dass sie zum Shouvalov Clan zählt. 

Daneben Mädchenkopf,  evtl. Princess Maria Grigorievna Gagarina, spätere Princess Raevskaia, 1859

Porträt eines ebenfalls noch unbekannten Mädchens der Familie Shouvalov, Paris 1860

 

Maria Alexandrovna, Zarin von Russland, geb. Prinzessin von Hessen- Darmstadt, Bad Brückenau 1857

Daneben Fürstin Varvara Alexeievna Mousina- Pushkina, geb. Cheremeva, um 1857

Und daneben Fürstin Olga Esperovna Shoulova, geb. Princess Beloselskaia-Belozerskaia, Paris 1858

 

 Princess Sophia Alexandrovna Radzivill, geb. Princess Ouroussova , 1864

Daneben Princess Tatiana Alexandrovna Youssoupova, geb. Fürstin Ribeaupierre, Paris 1858

Und daneben noch Grossfürstin Maria Nikolaevna von Russland, Herzogin  von Leuchtenberg, Genf 1857

Und schließlich  noch Grossherzogin Elena Pavlovna von Russland, geb.Fredericke von Württemberg, Baden 1862 

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie ergreifend es war, vor all diesen Gemälden zu stehen! Im Bewusstsein, viele davon zum ersten und zum letzten Mal gesehen zu haben !

 

Danach, wie gesagt, nach guten 5 Stunden intensiver Betrachtung und ausführlichen Gesprächen über Winterhalter , aber auch andere Künstler und über Kunst an sich, gingen Frau Bagrova und ich zum Hotel zurück, auch bei zügigem Gehen ca. 40 Minuten. Dann erfrischen, umziehen, Taxi ins Theater war bestellt.

Das älteste und kleinste Theater der Stadt mit einem eigenen Orchester war ausverkauft, es passen ca. 350 Besucher in den wunderschönen Saal .

Während der Aufführung durfte man verständlicherweise nicht fotografieren. Was meinen japanischen oder chinesischen Sitznachbarn nicht daran hinderte, es dennoch pausenlos zu tun! Ausserdem kamen alle paar Minuten "Gestankswolken" vorbei gezogen, dass ich glaubte, er habe seine Socken ausgezogen, pfui Deufel!!!

Meinem Genuss der Aufführung tat das aber dennoch keinen Abbruch, ich war so berührt und ergriffen, dass wahrhaftig Tränen flossen. Ich in St.Petersburg, im Ballett, in Schwanensee! Das war halt fast zu viel des Guten, im wahrsten Sinn des Wortes!

Schwanensee von Tschaikowsky wurde 1877 in Moskau am Bolschoi - Theater uraufgeführt, man war aber enttäuscht, das Theater entsprach nicht den Anforderungen.

Als es 1895  in St. Petersburg aufgeführt wurde, war man hingegen voller Begeisterung, und diese Inszenierung ist bis heute maßgeblich. 

Im Eremitage Theater 

Nach der Aufführung ein Taxi finden und ab ins Hotel . 

So, der gestrige Tag ist ansatzweise beschrieben . Heute Abend wird es auch wieder spät, da ich zu einem Folklore Abend in den Nikolaevsky Palast gehen werde.  Es kann also wieder sein, dass ich erst morgen über heute berichte.

Das Wetter ist nach wie vor bestens. Sonne, blauer Himmel und warm! Und das soll in Petersburg ziemlich selten sein!!

Tag 16 - ST. PETERSBURG!!!

Donnerstag, 05.05.2016

Na sdarowje!

Ich bin also nun tatsächlich in ST.PETERSBURG!!!

Es ist wirklich noch unfassbar, ich habe es mit meiner Ente wirklich geschafft. Und wie! Noch ganz ergriffen und  auch ungläubig sitze ich in "meinem Büro " und schreibe meinen täglichen Bericht .

Heute musstet Ihr länger drauf warten, aber ich habe heute morgen auch länger warten müssen, an der Tolli Kontrolli ! Um genau zu sein volle 4 Stunden auf mein "ticket" fürs Auto, das hat man in Estland seit 2012 an drei Grenzübergängen nach Russland wg. Schmuggelns eingeführt, Narva gehört dazu, was ich nicht wusste. Ich fuhr also an den Grenzübergang. Dort erzählte man mir vom "ticket", das ich mir vor der Stadt , auf einem Riesengelände mit Kassen- oder Schalterhäuschen und nummerierten Reihen besorgen könne. Dauert sicher nur eine halbe Stunde, so die Aussage an der Grenze .

Jo, kasch denke! Ich kam da hin, 15 Autos etwa waren schon da. Ich ins Häuschen , "was brauch ich, was muss ich machen?",  "warten, bis das Autokennzeichen auf dem Display erscheint".  Nach 10 Minuten  kam einer, sie würden mich bevorzugen, weil ich von so weit her komme, (alle anderen waren Esten- Estländer eben, und Russen. Es würde sonst zwischen 6 und 8 Stunden dauern, so würde es nur eine Stunde dauern. Na, das ist aber mal echt nett! 

Der Platz, der sicher 400 Autos fassen konnte füllte sich und mein Kennzeichen kam nach geschlagenen 4 Stunden dann auch endlich. Ich bezahlte und fuhr "geladen" wieder zurück an die Grenze mit meinem "ticket".

Dort war ich bei den Hiesigen ziemlich schnell durch, doch dann kam noch eine 1 1/2 stündige Prozedur bei den Russen. 5 Meter fahren, Ausweis- Fahrzeug- egal was- Kontrolle. Sicher 7x habe ich mal dieses, mal jenes Papier zeigen müssen, Jedes mal, nachdem ich wieder 1 Meter fahren durfte.

(Kaiser, wie viel Schritte darf ich gehen? Drei Hühnerdäppele! )

Und was denn das für eine Fahrzeug Marke, und was denn für ein Modell, und wie alt, und ach scheissdreck, Mann , steht doch alles im Fahrzeugschein, aber diesen lesen müsste man halt können!  Jedenfalls, die spinnen ja mal echt!

Nach dann also 5 1/2 Stunden immer noch Narva lagen meine Narva ziemlich blank. Aber endlich ging es los. Die Fahrt war komplett problemlos. Und Punkt 16 Uhr fuhr ich am Ortsschild "St.Petersburg " vorbei. Da musste ich an einer Tankstelle rechts ran und einen Kaffee und Apfelkuchen geniessen, das war so ein ungeheurer Moment für mich. Ich bin da, ich bin wirklich angekommen, die Ente hat es wirklich geschafft! Wie hast du noch gesagt, Andrea:" was? die konnte ja schon mal am Glashof nimmi! "

Ja, und jetzt hat sie mich nach St.Petersburg gebracht! Wahnsinn!

Und Pjotr!  Mein lieber Herr Gesangverein! Der hat mich durch diese Megastadt gelotst, wo ich ja nicht mal ansatzweise eine Ahnung hatte, wo es lang geht, wo ich bin, wo es keinen Unterschied machen würde, wenn statt der hiesigen Beschilderung keine wär. Unglaublich, in 300 m rechts abbiegen auf die ulika sowieso, 2 km geradeaus bis zur grossen Kreuzung, dann links auf die skaya irgendwas abbiegen. wenn man das nicht lesen kann, dann kann man ja nicht schauen, ob man noch richtig ist. Da ist man völlig ausgeliefert.Jedenfalls sind wir so wieder 1 1/2 Stunden durch die Stadt gefahren, ohne einmal: bitte sofort wenden, wenn möglich! Und am Ende standen wir fassungslos vor dem Hotel! Hut ab, diese Karls und Schtanis und Pjotrs sind schon Teufelskerle !

 

Das war auf dem Platz in Narva , wo ich auf mein "ticket" gewartet hab.

 

da auf dem Display, endlich meine Nummer! Und dann die Tankstelle , wo ich mit Kaffee und Kuchen meine Ankunft gefeiert hab!

 

während der Fahrt aus dem Auto, keine Ahnung , um welches Denkmal es sich da vorne handelt, ich musste mich ja auf den Verkehr konzentrieren.Jedenfalls waren es in beide Richtungen vier Spuren.

 

Mein Hotel , so schön , so freundlich alle, und halt endlich da! Und die Sonne schien auch noch um halb neun, als ich vor dem Hotel das Foto machte.

Und heute: Wodka zur Feier des Tages  und mein Glas Roten! Noch etwas Orientierungshilfe 

und dann ein leckeres Essen. 

Und morgen um zehn werde ich abgeholt, um in die hermitage zu gehen, Winterhalter Gemälde sehen!

Das wird die Krönung dieser Reise werden, und auch der Grund ! Aber die gesamte Reise bisher war so wunderbar, dass der Spruch: der Weg ist das Ziel ! auch zutrifft. Ich bin aber natürlich überglücklich, dass meine Ente und ich es hierher geschafft haben! Ohne jegliche Blessuren! Winterchen hielt seine begnadeten Hände über uns!

Tag 15 - Narva

Mittwoch, 04.05.2016

Bei herrlichem Wetter und etwas wehmütig verließ ich heute morgen Tallinn. Wie schnell man sich doch an die Fremde, wenn Sie schön und nett ist, gewöhnt! Ich habe mich in Tallinn wirklich wohl gefühlt . 

Die Fahrt nach Narva war problemlos. Tausend und abertausende Wildenten begleiteten mich, vielleicht nahmen sie meine als "Oberente"!

Ich fuhr ca. 40 km vor Narva an Kohtla- Järve vorbei, wo unser Ehrenmitglied in russischer Gefangenschaft war und im Ölschieferabbau arbeiten musste! Ich hab da fest an ihn gedacht!

Und jetzt also Narva! Geteilt durch den Fluss Narva , der auch die Grenze zu Russland ist, der Teil drüben heisst Ivangorod.  Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört. Drum stehen auch nur noch wenige historische Gebäude. Ansonsten wurde es im klassischen kommunistischen Stil wieder aufgebaut, Plattenbauten, ganze Siedlungen , so so " wüescht"!

hä soo wüescht!

                                  

die orthodoxe Kirche aus              es gibt keine Probleme, nur Lösungen!

dem 19.Jhdt.

   

So weit ich weiß, war letzten Sonntag das                   das Rathaus aus dem 17. Jhdt.

orthodoxe Osterfest. 

  

Daneben das "Kolleg von Narva "                  es grünt selbst im "dunklen Garten "

                                                                       (nach dem dunklen Festungstor benannt)

                                                                                 

  

Die russische Seite, also Ivangorod                                Schloss Ivangorod

 

Das Narva Hermann Schloss aus dem 13.Jhdt.

Der hat nun auch schon eine schöne Weile warten müssen, bis sich ein Mitspieler gefunden hat!

Alexander Puschkin, russischer Nationaldichter und Begründer der modernen russischen Literatur 1799 - 1837

So, und da fahre ich morgen also durch, durch die Tolli Kontrolli! Wenn sie mich durchlassen!

Ich bin nicht nur gespannt, ich stehe sozusagen unter Hoch-, ach was sag ich, unter Höchstspannung! 

Ab morgen heißt Schtani Pjotr, ich brauche schliesslich einen, der sich auskennt und für den die kyrillischen Buchstaben sein täglich Brot sind. Also hoffe ich, dass mich Pjotr wie ausgemacht an Ort und Stelle bringt. Ihr erfahrt es als Erste, wenn es geklappt hat, versprochen!

Tag 14 - heute noch Tallinn

Dienstag, 03.05.2016

Ein weiterer sonniger Tag erwartete mich heute. Schon gegen 9 Uhr spazierte ich im Kadriorg  Park, das Museum öffnet aber erst um 10. Ein Foto vom Schloss konnte ich ja schon mal machen. Dann eine nette Runde  durch den Park, und da ich in der Nähe des Strandes war, auch noch dahin.

 

                                

Zum Pavillon kommt man                   der Kadriorg Palast 

nur schwimmend!

Der japanische Gartenteil des Parks 

   

 Denkmal zu Ehren ertrunkener Schiffsleute von 1893

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Russalka_(Denkmal)

 Das Denkmal steht am Strand 

Die See war etwas unruhiger, als am Sonntag . Ein Schiff wird kommen.............

Doch dann wurde es Zeit, also zurück zum Palast !

Auch von hier bekam ich damals keine Antwort auf meine Mails, so konnte ich und hab auch nichts erwartet, ausser eben einen Blick auf die Gemälde werfen zu können.

Doch die Direktorin Frau Aleksandra Murre persönlich führte mich in die Restaurierungswerkstatt, wo sich beide hier vorhandenen Gemälde gerade befinden.

Frau Murre gab mir zum Abschied noch einige interessante Informationen und einen Kalender von 2011, den es natürlich nicht mehr zu erwerben gibt, und wo das Porträt der Prinzessin Olympiada Baryatinskaya von Winterhalter von 1863 das Kalenderblatt Mai ziert.

Frau Murre wird mir per Mail digitale Fotos zuschicken. 

 

  

 Prinzessin Olympiada  Baryatinskaya , 1863

 Sie ist sicher verwandt mit Leonilla zu Sayn -Wittgenstein - Sayn, das ist auch

 eine geb. Baryatinskaya

   

Karolyne Johanna von Stackelberg , ihr Vater war deutsch- baltischer Adliger und

russischer Botschafter in Paris.  Karolyne Johanna  starb mit 54 Jahren. DIeses

Gemälde wurde nach dem Tod der Tochter von der Mutter bei Winterhalter in

Auftrag gegeben. So entstand es nach einer Daguerrotypie posthum.

 

 

Wunderbare Stuckarbeiten                                                                 Der Bankettsaal

 

bis hierher Palast und Park.

Und hier wieder ein eher einfacheres Heim, aber evtl. gemütlicher!

Morgen geht es nach Narwa, am Donnerstag  dann Richtung Russland , die Spannung steigt! 

Und damit sich die Ente schon mal langsam gewöhnt, schläft sie seit Tagen neben einem Russen!

Tag 13 - immer noch Tallinn

Montag, 02.05.2016

 

Und wieder begann der Tag mit einem sonnigen Morgen, und die Sonne scheint bis jetzt, es ist ziemlich warm.

Da ich auf meiner Fahrt so gut voran kam, habe ich jetzt ein paar Tage "frei" und kann hier stöbern und schauen.

 

                        

die älteste Gasse in Tallinn         heute im Apothekenmuseum, bis 1918 

                                                         konnte man Tallinn rauchen, hieß bis

                                                         dahin Reval!                                     

Ein lauschiges Plätzchen für Kaffee und Kuchen.

So so schöne Läden!                                            Der Gang auf der Festungsmauer

Mit bestem Blick über die Stadt                       die sanitären Anlagen für die

                                                                               diensthabenden Ritter 

Leinengeschäfte, so weit das Auge reicht!

 

Die estnische Kleidung anno dazumal            das Hansehaus       die Bedienung

                                                                                                                   hat Durst!

                         

Eine Münze, dem Geld des 15. Jhdts nachempfunden.        Und auch hier kommt 

Damit hätte man damals ein Hähnchen bekommen!            der Frühling 

 

Morgen werde ich das Kadriorg Art Museum besuchen in der Hoffnung, wieder einen Winterhalter sehen zu können!

Am Mittwochmorgen fahre ich dann weiter nach Narwa, wo ich bis Donnerstagmorgen bleibe, um dann über die Grenze nach Russland zu fahren. 

Tag 12 - Tallinn

Sonntag, 01.05.2016

Auch heute scheint die Sonne über Tallinn, und ich musste mich eincremen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Nach dem Frühstück ging ich an den Strand,  wo eine herrliche Ruhe herrschte. Die Luft ist klar und frisch und ausser ein paar Möven hörte ich nichts heute morgen, friedliche Sonntagmorgen - Stimmung.

Mein Hotel, unscheinbar aber gut.                  Diese Art der Müllentsorgung kennen

                                                                               wir ja auch.

 

Dann ging mein Weg zum Hafen 

Und dann wieder durch die Altstadt zurück zum Hotel.

Relikt aus der Sowjetzeit                                    noch eine Nikolauskirche

So kann man es auch schreiben                      ja was, tatsächlich mal was Deutsches

Das dazugehörige Haus 

 

Man muss sich bücken, um in diesen Handarbeitsladen       Auch schön, gell!

zu kommen.

Dieser Turm heisst "fette Margret", gemein!   St. Katharinenkirche

Und hier saß ich vorhin noch ein Weilchen in der Sonne .

Ich muss sagen, dass Tallinn einen wesentlich ärmeren, fertigeren Eindruck macht als Riga. Und so viele Menschen , Männer und Frauen sind schon am Morgen sternhagel voll und können sich kaum mehr auf den Beinen halten! Gestern Mittag sah ich vor dem Hotel eine Gruppe von besoffenen Männern. Als ich heim kam, waren es nur noch drei, um 22 Uhr saß noch einer allein da, und wusste wohl nicht mehr, ob er Männlein oder Weiblein ist. Und plötzlich: boing! fiel er wie ein Sack Mehl einfach um und blieb regungslos liegen. Ich habs vom Zimmer aus gesehen, ging an die Rezeption und bat Hilfe zu holen. Die Polizei kam und lud ihn ein. Heute Morgen hab ich dort eine Blutlache gesehen. Oje, oje!